Samstag, der 04. September 2010
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Jugend-Theater-Premiere
"Anschluss unter dieser Nummer oder: Der Wahn, nicht einsam zu sein
Theaterperformance mit Schülern aus Marzahn-Hellersdorfer Gymnasien unter der künstlerischen Leitung von Regisseur und Theaterwissenschaftler Jürgen Bonk
Solange sie tanzen, passen sie zueinander, ein „Ken“ und eine „Barbie“, auf dem Kamm einer Harmoniewelle reitend. Dann setzten sich alle und quatschen vom plumpen Zeug! Jede Anmache ist peinlich...alle Lippen kräuseln sich verächtlich verächtlicher, am verächtlichsten. Sie alle wollten doch nur verführt werden auf ihrem Terrain. Ein Adria-Teint und blonde Locken sind eben keine Garantie für eine spannende Liebesnacht.
Wenn einem zu unserer Gebrauchsdramatik GEGENWART einfällt, dann liegt er goldrichtig. So ein authentisches Stück gehört gespielt und gesehen."
entnommen von www.kultur-marzahn-hellersdorf.de

Frust-Lust beim Mutter-Kind-Spiel
"Eine junge Berliner Theatertruppe mit 18 Jugendlichen unterschiedlicher Kulturen versucht in dem szenischen Programm „Zwischen noch mehr und keen Bock nich“ Antworten zu geben, wie junge Leute ihre Umwelt wahrnehmen. Alles in allem recht bedruckend, wie Heranwachsende ihre Umwelt reflektieren. Doch es ist kein Hilfeschrei einer gequälten Nachwuchsgeneration, da ist auch viel Augenzwinkern und Spaß am Ekel-Spiel dabei. Wie aus einem Maschinengewehr prasseln die Worte - und man versteht alles."
Auszug aus NEUES DEUTSCHLAND WE-Ausgabe 17. Dezember 2005

Theater „Fürst Oblomov“
"Der Verein Theater & Schule e.V. mit seinem Zweckbetrieb Theater „Fürst Oblomov“ ist eine Besonderheit in Berlin. Gegründet 1991 und hervorgegangen aus der Off-Theaterszene der DDR, bezog die Theatergruppe „manufaktur b“ im Mai 1994 Räume am Hackeschen Markt und nannte sich Theater „Fürst Oblomov“. Es entwickelte sich unter der Leitung des charismatischen Theaterwissenschaftlers Jürgen Bonk zu den „Großen“ unter den Kleinen.
Das Repertoire ist sehr vielseitig und reicht von Charles Bukowski über Agatha Christie und Anton Tschechow bis Ephraim Kishon. Das Theater nimmt sich in der ganzen Bandbreite seiner Arbeit den Jugendlichen an, die im gesellschaftlichen Prozess Außenseiter sind oder Gefahr laufen, Außenseiter zu werden. Es werden Schulprojekttage mit Theater-Workshops und Vorträge für Schüler angeboten."
Auszug aus THEATERBLUT 1998 Verlag für Theater

Das Theater Fürst Oblomov widmet sich den Problemen von Jugendlichen
"Seht doch, dass ich traurig bin ist ein Abenod überschrieben, der jetzt im Theater Fürst Oblomov am Hackeschen Markt gezeigt wird. In diesem Theater ist es erklärtes Ziel, soziales Engagement und Jugendarbeit in neuen Formen zu erproben.
Eröffnet wird das Happening unter der Regie von Jürgen Bonk mit Tagebuchnotizen von 14- bis 18jährigen über die erste Liebe, Schulprobleme oder zum Thema Gewalt."
Auszug aus BERLINER MORGENPOST Sonntag, 18. Dezember 1994

„Oh, don´t do that, man“
"WIE EIN SEICHTES BOULEVARDSTÜCK ÜBER EROTIK UND VERFÜHRUNG IN DER FRAUENLOSEN GESELLSCHAFT DER HAFTANSTALT TEGEL ZU EINEM DELIKATEN THEMA WIRD / GEFANGENE MÖCHTEN GERN EIGENE THEATERGRUPPE
„Für 60 Insassen der Justizvollzugsanstalt Tegel ist dies kein gewöhnlicher Samstag. Bereits vor Tagen hat jeder einen schriftlichen Antrag eingereicht; und aus den sechs Abteilungen des Gefängnisses drängen sich nun jeweils zehn Gefangene mit Erlaubnis der Anstaltsleitung in einem kleinen Saal. Alles Männer.
Nach dem Stück („Zu dir oder zu mir“ von Royce Ryton, Regie Jürgen Bonk) zeigen sich die Zuschauer begeistert. „Warum aber habt ihr so etwas gespielt?“ fragt ein Häftling. Das Verhältnis von Mann und Frau sei in so einer Anstalt ein sensibles Thema."
Auszug aus TAGESZEITUNG Montag, 10. Mai 1993

Im Keller können auch junge Knackis auf die Pauke hauen
"Das Anti-Gewalt-Projekt des Vereins will auf die gestiegene Gewaltbereitschaft reagieren. Derzeit gibt es zwei Theaterinszenierungen zum Thema. In dem Stück „Reinschlagen“ von Michael Seyfried erzählt Tom, ein in die Gewaltszene abgedrifteter Punk, in brutaler, harter Sprache von seinen Erfahrungen, seinem Bedürfnis, „reinzuschlagen“. Seine Orientierungslosigkeit und Lebensangst brechen aus ihm heraus. Nach dieser „Schocktherapie“ wird mit den Zuschauern im angrenzenden Café diskutiert, werden Szenen nachgespielt. Begleitet wird das Projekt mit einer Video-Dokumentation, die als Material im Unterricht verwendet werden kann."
Auszug aus NEUES DEUTSCHLAND

„Crashkids“ - Jugendliche in der Großstadt
"Aus Alltagsbeobachtungen, eigenen Erfahrungen, Interviews mit Betroffenen entstanden in einer längeren Probenarbeit die knappen Szenen: Bilder einer Jugend in Deutschland.
Nicht perfekt, nicht immer schlüssig, auch klischeehaft wirkt das Stück: trotzdem bemerkenswert frisch, direkt im Ausdruck von Lebensgefühl. Denn die Jugendlichen wissen, was täglich in den Schulen und auf den Straßen der Großstadt läuft.
Die an der Inszenierung beteiligten Schüler verschiedener Berliner Gymnasien erhielten nach der Premiere viel Beifall für ihr Projekt der „Crashkids“. Sie arbeiteten auch das Bühnenbild und arrangierten die Musik."
Auszug aus DIE WELT Freitag, 8. Juli 1994 - Nr. 157-27
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