Montag, der 06. Februar 2012
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"Zwischen nicht mehr und noch nicht"

nach: Frank Goyke

Regie:
Jürgen Bonk

Mitwirkende Darsteller:
Benno Lehmann
Christoph Kubica
Schüler

eine Produktion von: Theater Spiel & Schule e.V.
Eine kabaratistische Revue mit Musik
Als eimalig und einzigartig empfinden viele junge Leute ihre Lage. Sie sind
keine Kinder mehr aber auch noch keine richtigen Erwachsene.
Jung sein, erwachsen werden - die Zeit zwischen "Nicht mehr und noch nicht" (das auch der Titel des Programmes ist).
Eine spannende Zeit. 10 junge Leute aus Reinickendorf ... Schüler....dachten nach - schrieben auf - und bringen das Geschriebene auf die
Bühne. Ihre Befindlichkeiten heute. Dialoge, mal als kommunikatives Stellungsspiel, mal im unbeschwert schweren Reinickendorfer
Kneipenparlando, voller Assoziationen, Ideen und Phrasen. Bühnenzauber über die Bildungskrise!
Die handelnden Figuren sind Prototypen einer desillusionierten Generation, die sich ihre Ohnmacht in einer immer kompletteren
Welt durch endloses Gerede vom Leib hält. Banales steht neben Existenziellem, alles ist wichtig, nichts ist wichtig. Aus den Brüchen
ergeben sich Komik und Kommentar. Die einzelnen Szenen sind nicht miteinander verbunden sondern Aufgegriffenes von Straßen und
Plätzen. Eine Rahmenhandlung ... eine zarte Liebesgeschichte ...ist der reale Faden, der die 90-Minuten Performance verknüpft. Der
Text, den die Schüler so ganz aus dem eigenen Sprechen gegriffen haben, klingt ganz von allein und zwischen Problembewusstsein, Nonsens
und lyrischen Ausfällen. In der Performance treffen sich Personen, Vertreter der "Generation Golf" und unterhalten sich,
Smalltalk auf höchstem Niveau. Da wird erst über die bevorstehende Apokalypse gesprochen, um überzugehen zu schlechtem
Kantineneesen und Hautkrankheiten.
Ist unsere Performance eine menschliche Tragödie oder aber vielleicht ganz einfach ein skurril-amüsantes Kabarett?
Aber um jeden Preis wollen diese jungen Leute aus Reinickendorf ein Ziel mit Sicherheit erreichen: Sie wollen provozieren, in dem sie das
Darstellungswürdige auf die Bühne bringen, die Diskurse des Alltäglichen zelebrieren und performativ umsetzen. Es ist ihr
erstes gemeinsames Theaterstück mit einer zugkräftigen Sprache. Wer das letzte Wort hat, die fieseste Frage stellt, die
sophistischste Anmerkung anbringt, die sexistischste Rechte landet, hat gewonnen. Sie spielen diese Groteske als jämmerliches
Scheingefecht impotenter Weltverbesserer. Man fürchtet nicht nur um ihre körperliche, sondern auch um ihre geistige Gesundheit.


Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
Probe 2009 im Olof-Palme-Jugendzentrum (Foto: O. Schlegel)
© 2007 Theater Spiel & Schule e.V.