Man könnte leichthin behaupten, die Story drehe sich um die Ziellosigkeit der Jugend. Absolut falsch!
Wir werden sozusagen zweimal geboren: einmal um zu existieren, das andere Mal um zu
leben; als Gattungs- und Geschlechtswesen.
Die Performance aus Text, Musik und Tanz zeigt junge Leute, die alle ein ganz großes Ziel haben: Das ist die Sehnsucht
nach dem Paradies, das sind die Träume, das ist nahezu der Wahn, nicht einsam zu sein. Und vielleicht bei einigen der Wunsch, etwas
Großes zu schaffen. Gesichter leuchten uns an. Gestochen scharfe Großformate. Plötzlich zerfließen die Gesichter. Ein
schönes Sinnbild für das Porträt einer unkenntlichen Generation, dass in knappe, komische, mithin auch schmerzhafte Szenen
verdichtet. Es sind die Bürgerskinder der Nach-68er, um die es uns in dem Inszenierungsprojekt geht.
Und der Regisseur kommt aus der späten 68er Generation und möchte den Erzählton für 2008 treffen!
Tschechow, Kleist und Shakespeare...das sind die Götter jener Generation. Wen wundert's! Das sind die mit den gestochen scharfen Dialogen.
Und mit dem siebten Sinn für eine Pointe, denn das Lachen ist Erkenntnis, das vor der Traurigkeit rettet. Jetzt muss der Humor beim
Inszenieren passieren.